Masterstudiengang

Lehrveranstaltungen im konsekutiven Masterstudiengang

Seminare

Das Seminar befasst sich mit den Grundlagen der Entwicklung, Planung, Realisierung, Anpassung und dem Betrieb von Gesundheitsimmobilien.

Der Gesundheitsmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel und bietet daneben umfassende Chancen für Wachstum und Beschäftigung. Gleichzeitig ist jedes Krankenhaus eine hochkomplexe „Maschine“, die einem ständigen Anpassungsdruck ausgesetzt ist. Dies bringt für alle an Bau und Betrieb beteiligten Personen große Herausforderungen mit sich. Für Architekten sind ein Grundverständnis der Prozesse und Abläufe im Gebäude sowie spezifische Kenntnisse zur Planung und Realisierung einer hochkomplexen Bauaufgabe erforderlich.

Nach einer Einführung in die Thematik und der Vermittlung von Grundlagen zur Bauaufgabe, werden die einzelnen Schritte von Baumaßnahmen im Krankenhausbau, von der Ziel-, Entwicklungs- und Bedarfsplanung, über die Konzeptionierung und Planung, die Realisierung bis hin zum Gebäudebetrieb erläutert und mit Praxisbeispielen veranschaulicht. In Referaten werden die einzelnen Themen durch die Studierenden im Rahmen von selbstständigen Arbeiten vertieft, wobei eine Betreuung bis hin zu den schriftlichen Ausarbeitungen angeboten wird.

Ziel ist es ein Grundverständnis für die komplexen und spannenden Aufgaben im Krankenhausbau zu entwickeln und spezifische Fähigkeiten zur Abwicklung von komplexen Bauaufgaben kennenzulernen.

Die Veranstaltung beschäftigt sich praxisnah mit dem Umgang und der Qualitätsprüfung von digitalen Bauwerksmodellen im Rahmen der BIM-Methode.

Zunächst wird der Prozess der Definition von Modellanforderungen und der anschließenden Modellerstellung vorgestellt. Es findet eine Beleuchtung der Modellierungsvorgaben und Modellinhalte in Bezug auf ihre Detailtiefe in Abhängigkeit der Planungsphasen statt. In diesem Zusammenhang werden unterschiedliche Werkzeuge (Autodesk Revit, Solibri) und deren Nutzbarkeit im Modellprüfungsprozess aufgezeigt.

Es wird mit digitalen Bauwerksmodellen gearbeitet, Daten mittels unterschiedlicher Formate ausgetauscht sowie geeignete Prüfwerkzeuge unter Zuhilfenahme verschiedener Prüfkategorien angewendet. Die Studierenden haben dabei die Gelegenheit, die erarbeiteten Fähigkeiten praktisch anzuwenden. Parallel dazu werden verschiedene Architektur- oder Planungsbüros ihre Arbeitsweisen im Umgang mit digitalen Bauwerksmodellen vorstellen und geben den Studierenden einen Einblick in die Praxis.

Das Seminar ist keine Vorlesung, Sie werden selbst denken und arbeiten müssen.

Elon Musk sagt: „Design is easy, production is hard!“. Das gilt auch für die Architektur. Der Erfolg von Bauprojekten hängt maßgeblich von der Qualität ihres Managements ab. Qualitäten, Kosten und Termine sind wichtige Bausteine, die als magisches Dreieck in allen Projektphasen geplant, gesteuert und kommuniziert werden müssen – auch um einen Entwurf gestalterisch herausragend realisieren zu können.

Welche Projektziele müssen definiert werden, um Erfolg messen zu können? Welche Formen der Projektorganisation gibt es? Wie strukturiere ich ein Projekt? Wie funktionieren Informations-, Kommunikations- und Entscheidungsprozesse? Welche Rolle spielen Terminplanung, Ablaufmanagement, Kosten und Gesamtinvestition? Welche Leistungsbilder und Verträge gibt es? Wie steuert man ein Projekt? Welche Soft Skills sind in der Zusammenarbeit mit den weiteren Beteiligten eines Bauprojekts hilfreich?

Im Seminar werden Lösungen und Ansätze zu Werkzeugen anhand von Fallbeispielen erarbeitet und diskutiert. Nach Möglichkeit vermitteln Exkursionen zu laufenden Projekten/Arbeitsplätzen sowie Gastbeiträge weitere praktische Eindrücke. Ziel ist es, Bauprojektmanagement als Hilfsmittel - nicht als Selbstzweck - verstehen und anwenden zu lernen und dabei zu erkennen, wie vielfältig der Beruf der Architekt:innen ist.

Neben allgemein gültigen Praktiken des Bauprojektmanagements werden Einblicke in die Rahmenbedingungen und Prozesse der öffentlichen Bauherrschaften (Kommunen, Länder, Bund) eröffnet.

Die Veranstaltung widmet sich dem Themenbereich Terminplanung und BIM.

Im Seminar werden dazu die grundsätzlichen Methoden und Theoriekenntnisse vermittelt. Dabei steht neben den Grundlagen auch die praktische Anwendung im Mittelpunkt, indem die Studierenden die Arbeitsprozesse am Beispiel verschiedener Software-Tools kennenlernen (Revit, Vico Office, Navisworks, Microsoft Project). Mehrere Workshops bieten die Gelegenheit, die Fähigkeiten im Bereich der EDV-gestützten Mengenermittlung und Terminplanung anzuwenden.

Parallel dazu werden verschiedene Planungsbüros ihre Arbeitsweisen der integralen Planung (BIM) in Verbindung mit Terminplanung vorstellen und geben den Studierenden einen Einblick in die Praxis. Zudem führen die Studierenden themenbezogene Interviews in weiteren Planungsbüros.

Nach einem einleitenden Block zu HOAI, betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen sowie Grundlagen der Kalkulation und des Controllings im Planungsbüro, auch anhand aktueller Software-Lösungen, geht es letztlich darum, wie ein Büro/ein Projekt erfolgreich gesteuert werden kann. Wie sind Büros bzw. Projektteams in Büros organisiert? Wie wird der Teameinsatz geplant, kontrolliert und gesteuert? Welche Modelle gibt es? Welche Vor- und Nachteile? Welche Kompetenzen sind gefragt? Wann wende ich welches Modell an? etc.

Die genannten Antworten werden durch Besuche unterschiedlicher Planungsbüros und in Diskussionen mit den Praktikern erarbeitet. Durch diese Einblicke in die aktuelle, tatsächliche Arbeitspraxis wird das erworbene Wissen erweitert und an konkreten Beispielen verdeutlicht. Die Termine außerhalb der Universität stellen einen wesentlichen Schwerpunkt der Leistung (Protokolle) und Grundlage der Abschlusspräsentationen dar.

Entwurfs-/Projektarbeit

Neue Antworten finden auf die Fragen:
- Wie verändert sich die Vernetzung von Büro-, Entwicklungs-, Fertigungs- und Logistikprozessen in einem Fertigungsstandort unter den Aspekten der Digitalisierung, Automatisierung 4.0 und Ressourcenschonung?
- Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden und wie verändert sich die Zusammenarbeit unter den Beteiligten?
- Wie kann Industriearchitektur diese Veränderungen unterstützen und fördern?

Der Geschäftsbereich eines größeren Konzerns plant den Aufbau eines neuen Fertigungsstandortes zur umfangreichen Erhöhung der Fertigungskapazitäten von e-Motoren und Komponenten für e-Bikes. Dies soll an einem Niedriglohnstandort in der Nähe von Kosice in der Slowakischen Republik erfolgen. Im Vordergrund stehen Modernisierung und Straffung der Fertigungsprozesse bei Einführung neuer Erzeugnisgenerationen. Dabei werden Digitalisierung und Automatisierung 4.0 das Arbeitsumfeld schrittweise und substanziell verändern.

Der räumlichen Vernetzung unterschiedlichster Funktionen sowie der architektonischen Formulierung von Flächen und Volumen kommt eine wesentliche Rolle zu. Nachhaltige Gebäudekonzepte mit dem Ziel der CO2-Neutralität werden zur Ressourcenschonung beitragen. Auf Grundlage einer unterstützten, aber auch selbst durchgeführten Bedarfsermittlung soll eine Entwurfs-/Projektarbeit entwickelt werden. Diese umfasst den Masterplan als Grundlage für die strategische Ausrichtung des neuen Werkes als auch einen vertieften architektonischen Entwurf der ersten Ausbaustufe.

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